Elektrophysikalische Mauertrockenlegung und Mauerentfeuchtung sowie Schimmelbeseitigung im Raum Hannover durch ibs Ingenieur-Büro Schinke, Hameln

Mauertrockenlegung & Schimmelpilzbeseitigung  

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Verkieselung

Dieses Wort hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt für das Herstellen einer horizontalen Sperre in der Wand durch Bohrlochinjektionen. Dabei wurde früher Wasser-
glas (Kieselsäure, auch: Kalium- oder Natriumsilikat) verwendet, mit dem eine sog. Ver-
kieselung einer waagerechten Zone der Wand durchgeführt wurde. Es gibt auch heute noch Firmenprodukte z. B. mit der Bezeichnung "Kiesol". Siehe dazu auch in www.wikipedia.de. Unter dem Gesamtbegriff "Mauerwerksabdichtung" wird dort auch "Verkieselung" genannt.

Heute verwenden fast alle Abdichtungsfirmen eigene Verfahren mit organischen oder anorganischen Chemikalien, die in eine ein- oder besser zweireihige Bohrlochkette in irgendeiner Weise hinein geschüttet oder gepresst werden. Für den Bauherrn ist es wichtig, dass der Bauunternehmer oder Handwerker nicht nur für seine handwerkliche Arbeit garantiert, sondern für den Erfolg.

Diesen kann man im Prinzip nur dadurch nachmessen, indem man nach der Aushärtung der Chemikalien entweder ein Stück Horizontalsperre aus der Wand herausschneidet und im Labor Wasserdurchlässigkeitsversuche durchführt oder wie eher praktikabel, Feuchtig-
keitsproben z.B. durch Bohrmehlanalyse durchführt. Bei Anbietern, die sich auf eine um-
fassende Funktionsgarantie nicht einlassen, sollte man vorsichtig sein.

In dem Gutachten des Dr. M. Balak, Wien, und des Dr. Ch. Simlinger, Leobersdorf, die an einem Bauinstitut an der TU Wien arbeiten, veröffentlicht im "Sanierungskalender 2008" von Venzmer anlässlich des Berichtes über die "Norddeutschen Sanierungstage von Heringsdorf", im Fraunhoferverlag, lautet die Schlussbetrachtung einer Untersuchung über viele Horizontalsperren durch Injektionen wörtlich: "Nach den derzeitigen Erkenntnissen müssten der Bohrlochabstand reduziert und mindestens zwei übereinanderliegende Injek-
tionsbohrlochreihen gesetzt werden. Injektionen zur nachträglichen Horizontalabdichtung von Mauerwerk sind bei einem Durchfeuchtungsgrad von 80 % nicht wirksam, bei einem Durchfeuchtungsgrad von 50 % bereits problematisch.

Am zielführendsten ist das Absenken des Durchfeuchtungsgrades des abzudichtenden Mauerwerks in der Injektionsebene auf unter 20 % vor Einbringung des Injektionsmittels und das Nachtrocknen des Mauerwerkes nach Durchführung der Injektionsarbeiten mittels Heizstab- oder Mikrowellentechnik." Eine derartige Arbeitsweise erfordert aber einen großen zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand.

Die Arbeiten können nur noch von spezialisierten Firmen, die eine solche technische Aus-
rüstung haben, durchgeführt werden. Damit werden Horizontalsperren noch teurer als bisher. Diese Forderung ist erhoben worden, weil von den vielen untersuchten Horizontal-
sperren 60 % aller von Profis hergestellten Horizontalsperren undicht waren. Bei der privaten Anwendung mit Injektionsflaschen erhöht sich dieser Wert noch erheblich, so dass im Endeffekt von derzeit 60 bis 80 % Fehlschläge bei den Injektionsverfahren zur nachträglichen Horizontaldichtung von Mauerwerk gesprochen werden kann. Das bedeutet, dass nur 20 bis 40 % aller nachgemessenen Horizontalsperren dicht waren. Das ist ein absoluter Negativrekord.

Da von einer wirksamen Horizontalsperre die Abdichtung eines Hauses entscheidend ab-
hängt, muss sich jeder, der sich für die Anlegung einer Horizontalsperre entscheidet, des Risikos bewusst sein. Der Bauherr muss deshalb die entsprechenden Nachweise über die Wirksamkeit vereinbaren und den Erfolg entsprechend vertraglich absichern.

Ist die schnelle Austrocknung einer Wand oberhalb der Sperre für das Bauvorhaben wich-
tig, so kann nicht auf die manchmal mehrere Jahre dauernde natürliche Austrocknung der Wand oberhalb der Sperre gewartet werden. Dann muss die Wand durch Geräteeinsatz, wie z. B. mit Lufttrocknern oder besser Infrarottrocknern maschinell trockengelegt werden.

Aber auch in diesem Fall sollte im Laufe der Jahre, spätestens aber kurz vor Ende der Ga-
rantiezeit, die man nach Möglichkeit verlängern sollte, die Wirksamkeitsprüfung wiederholt werden, weil nur so die Langzeitwirkung überprüft werden kann. Aber auch hier gilt, dass Horizontalsperren aus organischer Chemie von Bakterien abgebaut werden können.

Ist nur einfache aufsteigende Feuchtigkeit vorhanden und kein Druckwasser, so kann im Allgemeinen bei dem elektrophysikalischen Verfahren auf diese Sperren verzichtet wer-
den. Dann ist das eine preiswertere Möglichkeit als die Horizontalsperre. Häufig ist es bei Häusern, die insgesamt unter aufsteigender Häufigkeit leiden, so, dass das elektrophysi-
kalische System billiger ist als die Anordnung von Horizontalsperren. Denn häufig sind ja auch die Vertikalsperren zu erneuern.

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